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WIRBELSÄULENANOMALIEN

ANOMALIEN DER WIRBELSÄULE



Short Spine Syndrom - Baboon dog syndrome

auch als 'pavian dog syndrom' bekannt, bezeichnet eine Verkürzung der Wirbelsäule von Caniden. Diese Wirbelsäulenverkürzung kommt nicht nur bei Hunden vor, sie ist auch bei anderen Säugetieren, z.B. Pferden oder Katzen bekannt. Wie hier die Wirbelsäule der betroffenen Merkmalträger aussieht, kann ich leider nicht sagen, bei den Caniden allerdings kenne ich Fallbeispiele und Röntgenstudien. Nicht nur bei Rassehunden treten sehr selten diese bizarren Mutationen auf, auch bei Wölfen, Füchsen und Koyoten wurde das 'Baboon Dog Syndrom' in freier Wildbahn dokumentiert. Vor allem in Afrika fand man immer wieder Caniden mit diesem Merkmal und scheinen diese Mutationen mit diesem Defekt auch in gewisser Hinsicht in freier Natur überlebensfähig zu sein, da es sich bei den Funden um adulte Merkmalträger handelt. Das Wort 'Baboon' kommt aus dem afrikanischen Vokabular und bedeutet 'Pavian'. Ich kenne ein sehr altes Gemälde eines Hofhundes adeliger Gutsbesitzer, welches einen Hund mit diesem Short spine syndrom eindeutig zeigt. Derzeit sind weltweit ca. 10 bis max. 15 Exemplare unter den Rassehunden und Mischlingen bekannt. Es handelt sich hierbei um eine äußerst seltene Mutation, die vermutlich polygen determiniert ist und rezessiv vererbt wird. Nähere Studien über den Ergang und welche Gene hier im speziellen diese Mutation hervorrufen sind auf Grund der wenigen Fälle nicht vorhanden. Gesichert ist, dass es sich um eine vererbbare Eigenheit handelt, da in Afrika mehrere Mutationsträger in Wildcanidengruppen vorgefunden wurden und in bestimmten Gegenden diese Aberration vom normale Typus immer wieder auftritt. Untersuchungen an betroffenen Hunden zeigten, dass es sich um eine Verkürzung der Wirbelsäule durch Veränderungen der Wirbelkörper handelt. Die Wirbelkörper sind, von Geburt an, knorpelig und verwachsen inuteri einige oder mehrere der Wirbelkörper der Merkmalträger miteinander. Auch im späteren Lebensabschnitt, bei den adulten Merkmalträgern, bleiben die Wirbelkörper knorpelig-weich, sie verknöchern nicht, wie bei normalen Caniden.

Im Nachstehenden Video wird ein Schäferhund gezeigt, der mit dieser genetischen Anomalie aufgefunden wurde. Für interessierte Mediziner sei hier erwähnt, dass Sie den Film bei den Röntgenaufnahmen anhalten können an der HWS und BWS, sowie an der LWS. Betrachtet man die Röntgenologie genau, erkannt man fehlende - miteinander verwachsene - HWK, BWK und Lendenwirbelkörper. Auch die einzelnen Wirbel zeigen verschiedene Formen der Hemivertebra , vom herkömmlichen Keilwirbel, Schmetterlingswirbel und Blockwirbel. Auch die Größe der einzelnen Wirbelkörper variiert. Sieht man die Halswirbelsäule und denkt man an ein schweres Wobbler Syndrom und wundert sich, warum das Tier vom Hals abwärts nicht gelähmt ist. Betrachtet man die Brustwirbelsäule, den geringen Raum zwischen Trachea und deformierten Wirbelkörper, stellt sich einem sofort die Frage, wie hier Nahrung abgeschluckt werden kann und dennoch haben Merkmalträger keine sonderlichen Probleme damit. Beim Betrachten der LWS stellt sich einem sofort die Frage, wie hier überhaupt ungehindert Nervenbahnen austreten können, bei diesen erschreckenden Verwachsungen. Ein Hund mit einem dermaßen mißgebildeten, knöchernen Wirbelsäulenkonstrukt ist eigentlich nicht lebensfähig, vollkommen gelähmt und dennoch zeigen die Mutationsträger erstaunliche Lebenskraft und Fortbewegung, neben der schweren HD, wie auf nachfolgenden Video zu sehen, ohne maßgebliche Behinderung.

http://www.aargauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/findelhund-quasi-ist-ein-schaeferhund-nur-viel-kürzer-130084343

Da diese krankhafte Mutation auch in freier Wildbahn auftritt, ist vor allem bei chondrodystrophen Rasse, wenn gleich diese Mutation mit einer echten Chondrodystrophie nichts zu tun hat, besonders auf gesunde Wirbelsäulen zu achten und Keilwirbelträger rigoros aus der Zucht zu verbannen. Ohne Röntgendiagnostik wird dies wohl kaum möglich sein ! und so bleibt zu hoffen, dass Zuchtklubs mehr Gebrauch von unserer modernen Medizin auch für Zuchtzwecke nehmen. Bei einigen Hunderassen gilt eine besonders lange Wirbelsäule als erstrebenswert, was zu verschiedenen Problemen, vor allem Bandscheibenvorfällen, führt. Bei anderen Rassen wiederum wird das Gegenteil forciert und hier gelten Tiere mit besonders kurzen Rücken als hoch begehrt und werden vermehrt in die Rasse eingebaut. Welche Gefahren im Extrem damit verbunden sein können, veranschaulicht dieser Aufsatz, verbunden damit ist auf jeden Fall eine Veränderung der Wirbelsäule in Form von fehlenden Wirbelkörpern, Verwachsungen der Wirbel (Blockwirbel) und Keilwirbelbildung - Hemivertebra . Besonders gefährlich sind Modetrends, wie derzeit beim Mops betrieben, wobei die Beine dieses Hundes mit mittellangen Beinen (lt. Rassestandard) einfach ungeachtet der Standardforderungen, verkürzt werden. Damit wird der Hund allerdings wieder im Rücken länger und eine weitere Verkürzung der Wirbelsäule angestrebt. Es gibt bereits Rassen, bei denen mit Merkmalträgern für Keilwirbel gezüchtet werden darf; eine ausgesprochen verwerfliche Vorgangsweise, denn Keilwirbel vererben sich polygen und sind außerdem noch verschiedene Genloci für die Ausprägung dieses hoch pathogenen Merkmales verantwortlich. Das bedeutet, dass die Zucht-Verwendung von Hunden, die auch nur eine geringe Abweichung eines einzigen Wirbelkörpers genetischer Natur zeigen, diese unwiderruflich in ihre Rasse einbauen. Eine 100 %-ige, genetische Reinheit dieses Defektes ist danach nicht mehr möglich. Die Röntgendiagnostik bringt darüber Aufschluss, ob ein Hund Merkmalträger ist oder über eine gesunde Wirbelsäule verfügt. Bereits beim Welpen kann diese Untersuchung problemlos durchgeführt werden. Es ist ein Ammenmärchen, dass sich Keilwirbel erst im Wachstum des jungen Hundes bilden ! Der Erbdefekt 'Hemivertebra' ist immer und ausnahmslos congenital und wird bereits inuteri ausgebildet. Eine spätere Form ist unfallscausal oder infektiöser Natur und unterliegt keinem Erbgang. Alles Nähere darüber finden Sie hier unter : hereditäre Hemivertebra in der Wissenschaftlichen Arbeit, Freie Universität Berlin.

Für die Veröffentlichung obigen Fallbeispieles, inklusive der Röntgenstudien, bin ich sehr dankbar und werden von diesem Schäferhund auch über eine amerikanische Universität im Auftrage der Tierhalterin genetische Untersuchungen veranlasst, um die Ursachen für diese Erkrankung zu finden. Ich hoffe sehr, dass das Unterfangen mit Erfolg gekrönt ist und danke auch für das außerordentliche Interesse an dieser Forschung. Sie kann auch wertvolle Rückschlüsse bezüglich einiger Wirbelsäulendeformationen von Haushunden, z.B. genetischen Einblick in die hereditäre Hemivertebra erbringen, zumal das Short Spine Sydrome die gesamte Wirbelsäule betrifft und sind in diesem Falle alle Wirbelkörper defekt, aber auch nur Teilbereiche betreffen kann, wie nur die Halswirbelsäule, oder Hals-und Brustwirbelsäule. Alle Formen weisen an den betroffenen Arealen oder an der gesamten Wirbelsäule congenitale Wirbelmissbildungen auf : Keilwirbel, Halbwirbel, Sagittalwirbel, Blockwirbel. In der Hundezucht bietet sich derzeit nur die Möglichkeit der Röntgendiagnostik zum Ausschluss von Merkmalträgern aus der Zucht, bzw. zur Prüfung der Welpen vor Abgabe, damit nicht schwer defekte Welpen an Unwissende verkauft werden. Eine Untersuchung über Genlabore, wie bei vielen anderen erblichen Krankheiten der Hunde, ist derzeit leider noch nicht möglich, scheinen sich jedoch durch die Initiative amerikanischer Hundeliebhaber Lichtblicke am Horizont abzuzeichnen. Sollten mir Ergebnisse bekannt werden, erlaube ich mir, auf diese in Folge wiederum zu verweisen.



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