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 | mops : Der Teufel und der Krebs |
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Der Teufel und der Krebs
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In dieser Reportage möchte ich Ihnen ein geheimnisvolles, altes Land vorstellen, mit seiner außergewöhnlichen Tierwelt - die Heimat des Teufels und seiner mysteriösen Erkrankung, über die ich im nachfolgenden Teil berichten werde. Die Abgeschiedenheit seines Landes erlaubte es der Fauna und Flora, Leben aus alter Zeit zu bewahren, das es sonst nirgends mehr auf dieser Welt gibt, allerdings ist das Ökosystem dieser Insel damit auch besonders verwundbar und kann auf Eindringlinge mit fatalen Folgen für die heimische Pflanzen- und Tierwelt reagieren. Dieser Bericht ist in zwei Teile untergliedert und möchte ich Ihnen im ersten Teil sehr kurz das Land mit all seinen märchenhaft schönen Impressionen vorstellen und Sie erfahren, wie zerbrechlich Leben ist, vor allem, wenn Krankheitserreger durch Tierimporte in eine Welt eingetragen werden, die diese Infektionserreger bisher nicht kannte und gehört diese Reportage, wenn auch im außergewöhnlichen Rahmen, daher zu den Seiten der Infektionsmedizin. Der zweite Teil vergleicht die parasitäre Krebsform des tasmanischen Teufels mit der parasitären Krebsform des Hundes, dem Venerischen Sarkom. Beide Krebsformen sind nur unter der entsprechenden Species übertragbar, hier jeweils jeoch hoch kontagiös.
Nachfolgende Reportage ist geschützt : siehe dazu Mops pug.at HINWEIS und unterteilt sich in 4 Kapitel, wie folgt : 1.Teil : TASMANIEN Platypus Mukormykose 2. Teil : Der Teufel und der Krebs - Teil 2 im Vergleich zum Venerischen Sarkom - Sticker Sarkom der Hunde
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TASMANIEN
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die vergessene Schönheit, Australien vorgelagert
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ein altes Land mit zauberhaft, einzigartigen Landschaften, Pflanzen und Tieren;
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bereits die wundervolle, rauhe Küstenlandschaft weist auf ein märchenhaft anmutendes Land hin, voll von Geheimnissen und mystischen Wesen
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Tasmanien weist eine Größe von 68.400 km⊃2; auf und hat eine Einwohnerzahl von 514.000 und entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 7,5 Einwohner pro km⊃2;. Das Klima Tasmaniens ist ozeanisch. Die Temperaturen liegen im Winter bei ca. 1 bis 10 Grad und erreichen im Sommer ca. 9 bis 19 Grad. An der Westküste gibt es aufgrund der Bergketten reichlich Niederschlag und kommen hier verschiedene Regenwaldformen vor, darunter der älteste, tropische Regenwald der Welt, während im Landesinneren und an der Ostküste das Klima sonniger und trockener ist. Die tasmanische Tier- und Pflanzenwelt ist sehr eng mit der erdgeschichtlichen Vergangenheit Australiens verbunden. Vor ca. 50 Mio Jahren trennte sich Tasmanien vom einstigen Superkontinent Gondwana ab und nimmt daher in der Evolution durch seine 50 Millionen Jahre dauernde Isolation eine Sonderstellung ein. Flora und Fauna Tasmaniens reichen in ihren Grundzügen auf den Superkontinent Gondwana zurück und Tasmanien behielt aufgrund der Abgeschiedenheit von der restlichen Erde eine urtümliche Pflanzen- und Tierwelt. Nach Abtrennung von Gondwana kamen über die transantarktische Straße die ersten Beutelsäuger, Kloakentiere - die Monotrematae, das sind Säugetiere, welche Eier legen und die Geschlüpften danach säugen, nach Tasmanien. Centurion, der größte Eukalyptus der Welt, steht in Tasmanien. Depototon war das größte Beuteltier der Welt, Prokoptoton Goliath das größte Känguru. In der Viktoria-Höhle befindet sich der Friedhof der Megafauna. Vor ca. 60.000 Jahren gelangten die ersten Menschen, die Aborigines, nach Australien und von Kakatu und Kimberli nach Tasmanien. Hier fand man die ältesten, rituellen Bestattungen der Welt, welche 40.000 Jahre zurückreichen. Australien und vor allem Tasmanien waren damals eine Welt des Überflusses. Mit der letzten Welle der Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren verschwand diese einzigartige Megafauna. Das Great Barrier Reef ist das größte zusammenhängende Riff der Erde.
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Centurion - der größte Eukalyptus der Welt wächst auf Tasmanien.
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Es ist die Welt des TEUFELS, unseres Hauptdarstellers dieser Reportage
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Tasmaniens Fauna birgt außergewöhnliche Kreaturen aus einer uralten Zeit. In der Abgeschiedenheit konnten diese Geschöpfe weiterleben, bis heute und bleibt der Wunsch, dass uns diese bizarren Lebensformen auch in Zukunft erhalten bleiben mögen !
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Der Schnabeligel gehört zu den Monotremata, den Kloakentieren. Er ist kein Plazentatier, kein Lebendgebärer, sondern legt, wie ein Reptil Eier und gehört dennoch zu den Säugetieren. Die Monotremata haben keine Zitzen, stattdessen zwei Milchfelder mit Milchdrüsen an denen die Frischgeschlüpften trinken.
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Der Schnabeligel, Echidna, ist ein Carnivore und lebt in erster Linie von Insekten, wie Ameisen und Würmern. Die Eier des Schnabeligels sind ca. so groß, wie eine Weintraube und die Frischgeschlüpften haben eine Länge von ca. 15 Millimeter. Wie auch das Schnabeltier, gehört der Schnabeligel zu den Beuteltieren und die geschlüften Embryonen kriechen nach ihrer Befreiung aus der ledrigen Eierschale in den mütterlichen Beutel. Sie saugen an keiner Zitze, wie bei Säugern normalerweise üblich, sondern lecken an den Drüsen der beiden Milchfelder.
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ein weiteres äußerst bizarres Geschöpf ist Platypus, das tasmanische Schnabeltier, welches ebenfalls, wie der Schnabeligel zu den Kloakentieren gehört.
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Platypus Mukormykose
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Die ersten Fälle von Mukormykose traten im Jahre 1982 bei den Schnabeltieren Tasmaniens auf. Diese Krankheit wird durch den Pilz : Mucor Amphibiorum verursacht. Mukormykose wurde durch importierte Frösche nach Tasmanien gebracht, wobei die infizierten Frösche allerdings keine Krankheitssymptome aufwiesen, da der Erreger ihrem Immunsystem bekannt war und die Frösche daher Resistenzen gegen diese Pilzerkrankung aufbauten. Dem Immunsystem der Platypi allerdings ist der Erreger vollkommen unbekannt und daher erkranken die Schnabeltiere daran unter Hautläsionen, die sich in der Folge entzünden, Schmerzen verursachen und zum Tode führen. Es sind bereits 10% der Platypi betroffen. Der Pilzerreger geht nicht auf andere Tierarten über, es wurden aber Fälle beim Menschen nachgewiesen, die sich mit Mukormykose infizierten und daran schwerst erkrankten. Zum Infektionsausbruch kommt es beim Menschen nur, unter bestimmten Voraussetzungen : Immunsuppression aufgrund anderer Erkrankungen, Medikationen oder Fehlernährung. Aus Gründen der Pietät zeige ich auf diesen Seiten keine Bilder von Menschen, die sich mit Mukormykose massiv infiziert haben; es sind mit Abstand die schlimmsten Bilder, die ich je gesehen habe. Die betroffenen Areale müssen meist ambutiert werden und es sind häufig das Gesichtsfeld, auch die Augen, bei Immunschwäche infiziert. Der Ausbruch der Mukormykose beim Platypus in Tasmanien ist eine unmittelbare Folge verantwortungsloser Tierimporte in ein Land, welches zuvor diese Tierarten in freier Natur nicht beherbergte. Solche Tierimporte tragen immer auch die Mikroflora der Importierten ein, mit all den fatalen Folgen für die heimische Tierwelt.
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Aus Gründen menschlicher Unvernunft und Geldgier ist er im vergangenen Jahrhundert ausgestorben - der TASMANISCHE WOLF
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Tasmanien verweist heute noch auf einen großen Raubbeutler, er ist nach dem Aussterben des Beutelwolfes das größte, verbliebene Raubtier unter den Beuteltieren, der absolute Herrscher Tasmaniens :
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Der Teufel ist der weltweit größte Vertreter der Raubbeutler und kommt nur auf Tasmanien vor. Dieses Raubtier erhielt den Namen Teufel aufgrund seines schwarzen Pelzes, seine Ohren färben sich bei Aufregung blutrot, seines lauten Schreiens, seines wenig ansprechenden Körpergeruches und seiner Aggression gegenüber allem, das sich ihm in den Weg stellt. Seine Rumpflänge beträgt ca. 55 cm, sein Gewicht liegt bei ca. 10 kg. Unter den Säugetieren hat der Teufel den stärksten Biss. Auf seinem Speisezettel findet man Insekten, Frösche, Vögel, Reptilien, jedoch vor allem Wombats, aber auch Schafe. Der Teufel ist ausgesprochen beißfreudig und ein Einzelgänger.
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parasitäre Krebszellen
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betrifft : Gesichtskrebs des Teufels und das venerische Sarkom des Hundes - siehe hier : mops : Der Teufel und der Krebs - Teil 2
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Seit knapp 20 Jahren leidet der Tasmanische Teufel an einer mysteriösen Erkrankung und es sind in diesen wenigen Jahren bereits über 80 % aller Teufel Tasmaniens betroffen.
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Die meisten Tiere dieser Spezies werden heute mit Tumoren, vor allem des Gesichtsfeldes und des Maules angetroffen.
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es handelt sich hierbei um einen infektiösen Krebs, der sich über Bisse von einem Tier auf das andere überträgt. Teufel sind, wie bereits illustriert und erwähnt, äußerst beißfreudig und beißen sich gegenseitig. Auf diese Weise steckt ein Teufel den anderen an und die Erkrankung breitet sich auf diese Weise rasant aus.
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Da vorwiegend das Gesichtsfeld, bzw. der Kopf betroffen ist, wird die Krankheit als DFTD, DEVIL FACE TUMOR DISEASE, bezeichnet.
Im Jahre 1996 fand man das erste Tier, eine Teufelin, die an diesem ansteckenden Krebs litt. Sie hat nach Teufelart weitere Teufel gebissen und so mit dem kontagiösen Krebs infiziert. Man hat mittlerweile umfangreiche Forschungsarbeiten in das Leben gerufen, um den Teufel vor dem Aussterben zu bewahren, bisher erfolglos. Man suchte nach Viren, die diesen Krebs auslösen könnten, vergeblich. Da bisher kein Erreger nachgewiesen wurde, allerdings von den Universitäten, die sich mit der Rettung des Teufels und der Erforschung seiner Erkrankung befassen, nicht ausgeschlossen, geht man vorerst nun von einer selbständig sich verbreitenden Krebszelle aus, die sich unendlich teilt. Durch den Biss werden diese Krebszellen direkt in das gebissene Tier implantiert. Da der Teufel nur auf Tasmanien vorkommt, hat er einen sehr kleinen Genpool. Dieser ist so klein, dass die Zellen des Teufels immunologisch nicht auf die Zellen eines anderen Teufels reagieren. Wird Gewebe eines Teufels in einen anderen Teufel transplantiert, analog zur Organtransplantation des Menschen, kommt es zu keiner Differenzierung der T-Lymphozyten in Phagozyten und Killerzellen, also zu keiner Abstoßreaktion. Daher breitet sich der Krebs unter den Teufeln noch rasanter aus und das Aussterben dieses außergewöhnlichen Raubtieres muss befürchtet werden.
Dennoch sucht man auch weiterhin, neben den sehr genauen Erforschungen des teuflischen Genoms, auch nach Erreger und vergleicht DFTD mit anderen ansteckenden Tumorerkrankungen, so mit dem Sticker-Sarkom der Hunde. Bezüglich der mykoplasmalen Erkrankungen, die seit Osthundeimport bei einem kleinen Zuchtklub in unserem Lande aufgetreten sind, vergleiche auch ich diese mit anderen kontagiösen Krebsformen und traf auf diesem Wege den Teufel.
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Die tasmanische Forschungseinrichtung bezüglich des Teufels DFTD hat mir die Studien über das Genom des Teufels und das seiner Krebszellen übermittelt. Eine äußerst interessante Studie einer, wenn ich so sagen darf, parasitären Krebsform, die bisher nur beim tasmanischen Teufel anzutreffen ist, was auf sein sehr kleines Genom mit großer Wahrscheinlichkeit zurückzuführen ist. Für die Einsicht in die Studien der hervorragenden, genetischen Arbeiten am Genom des Tasmanischen Teufels und der Krebszellen bin ich der tasmanischen Forschungsgesellschaft sehr dankbar und zog Vergleiche mit dem mykoplasmalen Karzinomen eines Hundeklubs meines Landes und mit dem Stickersarkom. Eine Gemeinsamkeit ergibt sich jedoch in manchen Fällen nur äußerlich, ansonst handelt es sich beim DFTD um eine vollkommen eigenständige Krebserkrankung des Teufels.
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parasitärer Gesichtskrebs des Tasmanischen Teufels : nähres finden Sie hier : http://www.tassiedevil.com.au
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Der Teufel und der Krebs - Teil 2
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mops : Der Teufel und der Krebs - Teil 2
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